Mrz 24

Herzlich willkommen

Wir lieben das Wallis und haben  in Tschuggen-Belalp ein kleines Chalet. Aus dem Raum Zürich kommend, verbringen wir soviel Zeit wie möglich im wunderschönen Wallis. Meist mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anreisend, geniessen wir bereits die wunderschöne Zugfahrt bis Spiez. Dann hinein in den Berg, nichts ist mehr zu sehen, wir spüren, dass wir die Welten wechseln. Vor dem Tunnel noch gestresst, im Berg meist einnickend und plötzlich die Augen auf, es ist wieder hell. Jedesmal das gleiche Gefühl, es ist wunderschön, wenn sich nach der Tunnelfahrt die schöne Bergwelt des Wallis auftut. Wir sind angekommen in unserer zweiten Welt, da wo unsere Seele wohnt.

Diese Seite dient vorwiegend unserer eigenen Freude, um uns wenigstens, sollten wir nicht im Wallis sein, von überall dahin ”virtuell” verbinden zu können. Wir freuen uns aber auch auf jeden Gast, der vorbeischaut und sich daran erfreut, oder gar mithilft Geschichten, Eindrücke und Erlebnisse hier zu platzieren. Viel Spass in der Welt, wo unsere Seele wohnt.

Jun 24

Zwei mangelhafte Backsteine

Ein Mönch hatte in seinem Kloster eine Mauer zu bauen. Er gab sich die grösste Mühe, alle 1000 Steine, die dafür nötig waren, gerade und gleichmässig aufeinanderzusetzen. Als die Mauer schliesslich fertig war, trat er voller Stolz einen Schritt zurück, um sein Werk zu begutachten. Da sah er – das durfte doch nicht war sein! -, dass zwei Backsteine schief in der Mauer sassen. Ein grauenvoller Anblick!

Eines Tages viel der Blick eines Gastes auf das Mauerwerk. „Das ist aber eine schöne Mauer!“, bemerkte er. „Mein Herr“, erwiederte der Mönch überrascht, „haben Sie etwa einen Sehfehler? Fallen Ihnen denn  nicht die beiden schiefen Backsteine auf?“ Die nächsten Worte des Gastes veränderten die Einstellung des Mönches zu seiner Mauer, zu sic selbst und zu vielen anderen Aspekten seines Lebens. „Ja“„ sagte der Gast, „ich sehe die beiden mangelhaften Backsteine. Aber ich sehe auch 998 gut eingesetzte Steine“. Der Mönch war überwältigt. Zum ersten Mal sah er neben den beiden mangelhaften Bcksteinen auch die vielen anderen Backsteine. Sie waren perfekt eingestzt. Bis dahin hatte sich der Mönch nur auf seine Fehler konzentriert und war allem anderen gegenüber blind gewesen. Doch nun fand er seine Mauer gar nicht mehr grauenvoll.

Apr 08

Gecko – Technologie

Offizielles Informationsvideo von Emmentaler Switzerland und der Forschungsanstalt ALP über den ersten Emmentaler AOC mit Gecko-Technologie. Was exotisch klingt, ist eigentlich ganz einfach: Die Geckos werden auf die Kühe gesetzt und fressen dort die störenden Schmeissfliegen. Die Kühe sind in der Folge stressfreier und geben harmonischere Milch, womit wiederum besserer Käse hergestellt wird

Hier der Link  http://youtu.be/x_luiLYPYAs

 

Apr 03

Der Tempel der 1000 Spiegel

Spiegelwand von Olafur Eliasson

In einem fernen Land gab es vor langer Zeit einen grossen Tempel mit 1000 Spiegeln, in den sich eines Tages ein Hund verirrte. Der sah sich plötzlich 1000 anderen Hunden gegenüber. Er begann zu knurren und sah, wie 1000 andere Hunde ebenfalls knurrten. Da steigerte sich sein Zorn – und die Wut der anderen Hunde ebenfalls. Erst nach langer Zeit fand der Hund völlig erschöpft den Ausgang.  „Wie ist die Welt doch böse“ sagte sich der Hund, „sie besteht aus lauter wütenden Hunden“. Er hielt es für erwiesen, dass ihm andere Hunde feindlich gesinnt waren. Die Welt war für ihn ein bedrohlicher Ort, und er lebte verbittert bis ans Ende seiner Tage. Nach einiger Zeit kam ein anderer  Hund in den Tempel der 1000 Spiegel. Auch er sah sich 1000 Hunden gegenüber und der Hund freute sich und wedelte mit dem Schwanz. Da wedelten die 1000 Artgenossen zurück, und der Hund freute sich, dass die anderen Hunde sich freuten, und die Freude fand kein Ende. So ging der Hund immer wieder in den Tempel, um sich mit den anderen Hunden zu freuen. „Wie ist die Welt doch schön“ sagte sich der Hund. „Überall gibt es freundliche Hunde, die mit dem Schwanz wedeln!“ Er hielt es für erwiesen, dass ihm andere Hunde wohlgesinnt waren. Die Welt war für ihn ein freundlicher Ort, und er lebte glücklich bis ans Ende seiner Tage.

Apr 02

Frühling in Tschuggen


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TschuggenWunderschönes Wetter, wir sind in Tschuggen. Der Frühling versucht mit aller Kraft einzuziehen. Der Schnee zieht sich langsam zurück und an den schneefreien Stellen schauen erste Frühlingsboten  hervor. Das Vogelgezwitscher am Morgen, die Intensität der Sonne und die ersten Blumen künden den Frühling an. Es könnte sein, dass diese Woche der Winter noch ein letztes mal vorbeischaut, aber er wird seine Kraft immer mehr verlieren.

Tschuggen

4 Fotos

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Apr 01

Das Zweifingerlächeln

Der Meditationslehrer gab den Mönchen im Kloster folgenden Rat: Sie sollten sich jeden Morgen im Spiegel anlächeln. Die Schüler protestierten, sie seien morgens müde, manchmal würden Sie überhaupt nicht in den Spiegel schauen wollen, geschweige denn lächeln. Der Lehrer antwortete: „Wenn ihr es nicht schafft, euch anzulächeln, dann legt eure Zeigefinger an die Mundwinkel und zieht sie nach oben“. Er führte ihnen vor, was er meinte, und die Mönche kicherten, weil es lächerlich aussah. Doch der Lehrer sagte: „Tut es mir nach!“ Fortan gaben sie sich grosse Mühe mit dieser Übung: Sie betrachteten sich morgens im Spiegel, was oft wahrlich kein schöner Anblick war, sodass ein natürliches Lächeln nicht gelingen wollte. Also legten sie die Zeigefinger an die Mudwinkel und schoben sie hoch. Beim Anblick ihres komischen Gesichtsausdrucks mussten sie unwillkürlich grinsen. Nach einer Weile gelang es ihnen schliesslich das Spiegelbild anzulächeln, und der Mann im Spiegel  lächelte zurück. Zwei Jahre lang machten die Mönche jeden Morgen die Übung, ganz gleich, wie sie sich fühlten. Heute wird behauptet, dass diese Mönche besonders viel lachen. Wie es scheint, ist das äussere Lächeln nach innen gewandert und hat eine lächelnde Handlung bewirkt.

Mrz 25

Grosse Göttin Bel/Belena

In weiten Gebieten des keltischen Europas findet man in zahlreichen Flurnamen die Silbe bel oder bäll. Nach dem aktuellen Stand des Wissens geht man davon aus, dass sie auf heilige Stätten der alten europäischen Gottheit Bel oder Belena verweisen. Sie war  die keltisch-gallische Göttin des Lichtes und des Feuers, die über Norditalien, Südgallien bis Britannien verehrt wird. Als Lichtgöttin oder „weiße Göttin“ hat sie viele Gemeinsamkeiten mit der irischen Göttin Brigid und wurde von Cäsar auch mit der römischen Minerva gleichgesetzt.
Der Namensteil „bel“ bedeutet hell, glänzend, strahlend, „sama“ bedeutet ähnlich. Ihr Name wird auch mit “strahlender Sommer” übersetzt.
Belena, die Feuerstrahlende herrscht Seite an Seite mit Belenus. Ihr Fest ist Beltane / Walpurgis (in der Nacht von 30. April auf den 1. Mai).

Der Beginn der “Sonnenzeit”
In dieser Nacht wurden überall große Feuer entzündet und die Menschen feiern noch heute den Beginn der “Sonnenzeit”. Die Menschen trieben ihre Viehherden zwischen den Feuern durch, um Krankheit und Unheil von ihnen abzuwenden. Im Zeichen des göttlichen Paares Belena und Belenus wurden die meisten Ehen geschlossen und dieser Maienbrauch hat sich bis in die heutigen Tage erhalten. Naturgeister und Elfen tanzen mit den Menschen um das Feuer und mit der Kraft der entflammten glühenden Liebe der Menschen wird die keimende Saat wiederum gesegnet. Die hohe Zeit des Jahres beginnt, die durch das Aufstellen der Maibäume, die ein altes Symbol für sexuelle Vereinigung und Fruchtbarkeit sind, symbolisiert wird.
Bei Sonnenaufgang wurde dann rituell ein neues Feuer entzündet. Ein wenig dieser Glut (natürlich auch der Glut dieser Nacht, die Menschen in sich spüren) wird heim getragen. Dieses neue Feuer segnet jeden Hausherd und brennt für die sich ausbreitende Wonne.
Nach dem ersten Hahnenschrei tritt Belena hervor und setzt der Nacht (auch im übertragenen Sinn – der kalten Jahreszeit) ein Ende. Sie verkündet den Sommer. Mit der Herrschaft der Blumen- und Fruchtbarkeitsgöttin Belana gemeinsam mit Belenus und beginnt die warme helle Jahreshälfte.
Belena wird auch als Hüterin des Handwerks und der Künste verehrt und als beschützende Macht bei Kämpfen angerufen. Aufgrund ihrer feurigen Qualität ist sie auch für Schmiedeöfen und Schmiedekunst zuständig.

Balsam, Heilung und inneres Feuer
Das Wort Balsam leitet sich von Belisama, eine andere Bezeichnung für die Göttin Belena her, sodass sie wohl auch als Heilgöttin verehrt wurde. Balsam heilt nicht nur entzündete, also allzu feurige Stellen des Körpers. Im übertragenen Sinne können herzerwärmende Erfahrungen wie lustvoll-heiße Erlebnisse auch Balsam für die Seele sein.

Belena wird vor allem darum gebeten, dass das innere Feuer – jenes der Liebe, der Leidenschaft, der Lust und der Begeisterung nie ausgehen möge. Gerufen wird sie am besten mit einem Ritual, das feurige Wonnen beinhaltet – was unter diesen genau zu verstehen ist, obliegt in der Phantasie jeder und jedes einzelnen ….

Mrz 24

Tschuggen-Belalp

Oberhalb Blatten bei Naters auf 1610 m Höhe liegt eine andere Welt: das Feriendorf Tschuggen. 100 rustikale, im Walliser Stil gebaute Einzelchalets schmiegen sich an den Südhang unterhalb der Belalp und bieten einen einmaligen Blick auf Blatten, Brig und die Simplonregion. Ein gemütliches Restaurant mit guter Küche, ein kleiner Einkaufsladen, Hallenbad, Sauna, Solarium und vieles mehr, machen das ganze zu einem richtigen Dorf. Einige Leute sorgen hier mit viel Engagement, dass alles klappt, die Umgebung gepflegt wird, das Gepäck der Gäste bei der Station Tschuggen der Belalp Bahn abgeholt wird, Reparaturen an den Chalets überwacht oder erledigt werden, die Vermietung einer Vielzahl der Chalets professionell abgewickel wird, alles in allem wird hier von einigen Leuten alles getan, damit Tschuggen seinen Dorfcharakter hat und der Aufenthalt so angenehm wie möglich wird. Den Satz “nicht Daheim und doch zu Hause” können wir aus vollem Herzen bestätigen.

Die  Basis, das heisst, der Reiz und Charme eines solchen Bijous, kann nur durch gemeinsame Interessen und Ideen aufrechterhalten werden. Jeder geniesst auf seine Art, ist aber Teil einer funktionierenden Infrastruktur und Dorfatmosphäre, eben “nicht Daheim und doch zu Hause”.